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Im Interview mit Christina und Anja von umtüten erfahrt ihr was die Kieler-Lieblingsbäckermeister mit der Tüüt zu tun haben, wie auch ein alter Pizzakarton plötzlich nachhaltig sein kann und wie die beiden vor allem auch junge Menschen zum Nachdenken anregen möchten.

Erzählt uns in zwei Sätzen wer ihr seid und was ihr macht?

Wir sind Anja & Christina aus Kiel und haben umtüten 2016 ins Leben gerufen. Mit unseren praktischen und super nachhaltigen Tüüten für Snacks, Brot & Gemüse wollen wir Lust machen auf einen Alltag ohne Einweg.

Was macht eure Marke und euer Produkt so einzigartig?

Unsere höchste Prämisse: Menschen in Alltagsmomenten zum Umdenken bringen, bei der Arbeit, beim Einkaufen oder in der Freizeit. Dafür bringen wir das trockene Thema Verpackung auf spritzige Art in die Köpfe der Menschen, und zeigen Wege auf, wie es anders laufen kann.
 Bei der Produktion achten wir darauf, dass jeder Schritt umwelt- und sozialverträglich ist. Mit viel Liebe zum Detail möchten wir diese auch für alle anderen nachvollziehbar machen.
Aber wir wollen noch mehr: Über unsere Tüüten kommen wir in Kontakt mit Großhändlern, Einzelhändlern und Organisationen. In Zukunft wollen wir so auch Akteure der Industrie beraten und zum Umdenken bringen.

Welcher Moment hat euch dazu gebraucht, diese Marke zu gründen? Welche Leidenschaft hat euch damals gepackt?

Christina: Ich kam vor einigen Jahren nach einer langen Reise zurück nach Deutschland. Mein erster Stopp: eine Bäckerei, um mir meinen heißersehnten Snack in der Heimat zu gönnen. Doch dort bekam ich gleich meinen ersten Kultur-Schock. Im Sekundentakt wurden ganz selbstverständlich Einweg-Papiertüten über die Theke gereicht. Als Anja und ich uns zu Beginn des Studiums für Nachhaltigkeitswissenschaften kennenlernten, waren wir immer noch umringt von diesem Problem und entschieden uns, es gemeinsam angehen.

Welche Menschen stecken hinter eurer Marke? Wer hat die Marke gegründet? Welche Menschen arbeitet jeden Tag mit viel Leidenschaft
an euer Vision? Was macht euer Team aus?

Hinter umtüten stecken Anja und Christina. Wir ergänzen uns jeden Tag ein bisschen mehr, sind untrennbar geworden und werden nun schon liebevoll „ChristAnja“ genannt.
Anja hat ein Auge für Farben & Formen und Christina ist beim Thema Zahlen und Recherche einfach nicht zu bremsen. Unser Wunsch nach einer „nachhaltigen“ und transparenten Industrie gibt uns jeden Tag Motivation für umtüten.

Was steckt drin in eurem Produkt?

Unsere Snack-Tüüt, Broot-Tüüt und Markt-Tüüt sorgen dafür, dass Lebensmittel nachhaltiger und praktischer verpackt werden. Die Tüüten werden teilweise mit pflanzlicher Stärke beschichtet, um sie einfach auszuwischen und die Snacks länger frisch zu halten. Unsere Stoffe sind alle GOTS-zertifiziert und teilweise aus Stoffresten recycelt.
Die Tüüten haben wir gemeinsam mit unseren Kieler Lieblings-Bäckermeistern entworfen. So sind sie die besten Begleiter für den Sonntags-Familieneinkauf beim Bäcker, den saftigen Snack zwischendurch oder den Wochenmarkt-Ausflug.

Wer stellt euer Produkt her?

Die Tüüten werden in Süddeutschland handgefertigt. In der Werkstatt werden alle Mitarbeiter fair bezahlt und vor allem Mensch mit Schwierigkeiten im Arbeitsleben gefördert. Wir bedrucken dann die Tüüten individuell & händisch in unserer Kieler Siebdruckwerkstatt.
Auch bei unseren Lieferanten und Kooperationspartnern achten wir auf Regionalität. Sie kommen fast ausschließlich aus Deutschland und Österreich. Nur die Bio-Baumwolle wird in Tansania angebaut.

Was ist euch wichtig bei der Herstellung?

Unsere Devise: Ausschuss gibt’s nicht. Auch unsere Tüüten mit kleinen Mängeln unterstützen Menschen im einwegfreien Alltag.

Was möchtet ihr verändern mit eurer Marke?

Wir möchten verändern, dass nicht alles als selbstverständlich angesehen wird. So viele Prozesse laufen in den heutigen Wertschöpfungsketten schief. Wir möchten motivieren, sie zu hinterfragen und aufzudecken, sich eine Meinung zu bilden und eine persönliche Lösung zu finden. Lasst uns den Zustand nicht einfach so hinnehmen, sondern alle proaktiv werden!

Erzähle eine Anekdote, eine Kundengeschichte oder eine Situation die euch glücklich gemacht hat und wo ihr wusstest – genau das ist der Grund warum wir das hier machen.

Mein Mitbewohner, Zimmermann & bis vor einigen Monaten noch ahnungslos was „Nachhaltigkeit“ angeht, bereitete letztens sein Mittagspaket für den nächsten Tag vor. Als er seine Snack-Tüüt nicht fand, packte er seine Brötchen ganz selbstverständlich in eine alte Pizzapackung und verband sie mit einem Gummiband. Als ich sein Lunchpaket so auf dem Essenstisch fand, war ich natürlich hin und weg und sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind!

Wie geht es weiter bzw. was sind eure nächsten tollen Pläne?

Wir arbeiten gerade an Nachhaltigkeits-Workshops für Jugendliche. In Kooperation mit lokalen Unternehmen wollen wir das abstrakte Thema für junge Leute erlebbar machen und Unternehmen helfen, interne Umweltprobleme mit Schülern zu lösen.

Author

Ich kann nicht anders: Ich bin ein Liebhaber der schönen Dinge! Und das reicht von einem guten Kaffee, über das herzliche Lachen eines Menschen, tollem Essen, gelungenen Events bis hin zu großartigen Shoppingprodukten. Dabei ist mir in den letzten Jahren immer wichtiger geworden genau hinzusehen woher die Dinge kommen, die ich kaufe. Ich wollte, dass nicht nur ich durch den Konsum profitiere. Ich wollte, dass alle etwas davon haben: Der Hersteller, der Verkäufer, die Umwelt und ich. Angefangen hat das bei mir mit dem Einkauf von Lebensmitteln. 2015 habe ich Whole Story gegründet. Hier berate ich u.a. als Ernährungstrainerin Menschen, die an ihrer Ernährung arbeiten möchten. Klar ist, dass es meist nicht nur damit getan ist besser zu essen. Trotzdem ist es ein guter und wichtiger erster Schritt. Oft kann das aber kompliziert werden und einen im Alltag überfordern. Ich möchte daher dein Guide durch den Dschungel sein. Sich und anderen Gutes tun soll leicht sein! Whole Story ist meine real food & real life propaganda für dich! Locally Inspired komplettiert mein Universum.