Interview mit Christina von LOVECO | Locally Inspired
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Im Interview mit Christina, der Gründerin von LOVECO erfahrt ihr, wie sie mit ihren drei Läden in Berlin und dem Onlineshop die Modewelt revolutionieren möchte, Menschen dazu anregt Dingen mit echter Wertschätzung zu begegnen und dass öko, fair und vegan in einem geht und dabei super aussehen kann.

Erzählt uns in zwei Sätzen wer Ihr seid und was Ihr macht?

Wir sind LOVECO und wir verkaufen ökologische, faire und vegane Kleidung, um die schrecklichen Umstände in der Modewelt zu verbessern. Wir haben Kleidung von rund 50 Marken, mit denen wir zeigen, dass ökologische Mode konventioneller Mode in Sachen Trends in nichts nachsteht.

Was macht eure Marke und euer Produkt so einzigartig?

Für uns sind alle drei Bereiche gleich wichtig: Ökologisch, fair und vegan. Wir haben zu all unseren Marken engen Kontakt, um uns immer wieder von ihrer Transparenz überzeugen zu können.

Welcher Moment hat euch dazu gebraucht, diese Marke zu gründen? Welche Leidenschaft hat euch damals gepackt?

Christina hat schon viel im Bereich nachhaltige Mode gearbeitet und gemerkt, dass die Nachfrage steigt. Deshalb wollte sie LOVECO gründen, um noch mehr Menschen überall von toller, nachhaltiger Mode überzeugen zu können!
Wenn man immer wieder hört / liest, unter welchen schrecklichen Bedingungen Menschen arbeiten, um unsere Kleidung zu nähen, wie Natur zerstört wird oder Tiere gequält werden – dann denkt man plötzlich, dass das doch auch anders gehen muss.

Welche Menschen stecken hinter eurer Marke? Wer hat die Marke gegründet? Welche Menschen arbeitet jeden Tag mit viel Leidenschaft an euer Vision? Was macht euer Team aus?

Christina hat 2014 LOVECO gegründet. Sie kümmert sich immer noch um den Einkauf und steht im Laden. Moritz hat sie seit Beginn unterstützt und macht bei uns die Finanzen und das Business Development. Dazu kommt ein starkes Team für die drei Läden, das dort liebevoll die KundInnen umsorgt sowie ein Online-Team, das immer wieder neue spannende Themen für Marketing, Design und die Kommunikation des Online Shops und der Marke erarbeiten.

Was macht euch stolz?

Es macht uns stolz, dass wir so stetig wachsen und was für tolles Kundenfeedback wir bekommen. Per Mail, bei Events, in den Läden – es ist toll zu sehen, dass die KundInnen uns vertrauen und dass ihnen unser Konzept und unsere Beratung gefällt. Außerdem macht es uns stolz, dass unsere Labels auch wachsen und immer, immer besser werden. Die Kollektionen werden schöner, die Qualität noch besser und sie können tolle soziale und ökologische Projekte umsetzen, sich (mehr) Zertifizierungen leisten, etc.

Was steckt drin in eurem Produkt?

Das ist ganz unterschiedlich, da wir ja nichts selbst herstellen. Die meiste unserer Kleidung ist aus Biobaumwolle, Tencel / Modal (einer Zellulosefaser aus Eukalyptus oder Buchenholz), Leinen, Hanf oder recyceltem Polyester aus Plastikflaschen.

Wer stellt euer Produkt her?

Das hängt auch ganz von der Marke ab. Wir haben viel, das in Europa hergestellt wird (in Portugal, Türkei oder Spanien), aber auch Sachen, die in Asien produziert werden. Wir möchten zeigen, dass man dort nicht einfach plötzlich einen Wirtschaftszweig abziehen kann, der dort lange aufgebaut wurde. Stattdessen sollte man die Umstände dort verbessern und genau das machen unsere Labels (mehr dazu hier). Natürlich sind die langen Transportwege immer noch ein Thema, deshalb bieten wir diesen Mix aus „made in Europe“ und „made in Asia“. Wir haben auch Marken, die in Deutschland produzieren, wie z.B. LOVJOI.

Was ist euch wichtig bei der Herstellung?

Um unsere drei Prinzipien garantieren zu können, achten wir auf Siegel wie den GOTS, das Fairtrade Siegel für Baumwolle oder eine Mitgliedschaft in der Fair Wear Foundation. Darüber hinaus sprechen wir regelmäßig mit den Menschen hinter unseren Marken, um uns vergewissern zu können, dass sie ihre Fabriken stets kontrollieren und besuchen und uns all unsere Fragen zu Materialien und Produktion beantworten können.

Was möchtet Ihr verändern mit eurer Marke?

Wir möchten die Modewelt revolutionieren! Die Modeindustrie ist die zweitschmutzigste der Welt und wir möchten das ändern. Etwas so Schönes wie Mode sollte nicht eine so dreckige Vergangenheit haben!

Was treibt euch an weiterzumachen?

Das Feedback unserer Kunden und die wunderschönen Kollektionen unserer Labels. Außerdem die Geschichten der Menschen hinter den Marken, soziale Projekte, die durch die Arbeit vorangetrieben werden können.

Was für ein Gefühl wollt Ihr bei euren Käufern auslösen, wenn sie euer Produkte stolz in den Händen halten?

Sie sollen wieder eine Verbindung haben zu dem, was sie tragen. Dort stecken Menschen und Ressourcen drin und das sollten wir wertschätzen.

Erzähle eine Anekdote, eine Kundengeschichte oder eine Situation die euch glücklich gemacht hat und wo ihr wusstest – genau das ist der Grund warum wir das hier machen.

Es ist immer wieder ein Glücksmoment, wenn Leute im Laden sind und sagen, wie gut sie die Auswahl finden. Dass sie überrascht sind, wie viele Sachen ihnen gefallen und wie weich sich die Materialien anfühlen. Es ist toll nachhaltige Mode zu verkaufen. Aber noch toller ist, wenn sie den KundInnen auch gefällt! Das Öko-Müsli-Image, das nachhaltiger Mode leider immer noch anhaftet, müssen wir dringend überholen, damit wir mit konventioneller Mode mithalten können. Denn nur so erreichen wir immer mehr Menschen. Nach solchen Gesprächen weiß ich genau: Wir sind auf dem richtigen Weg!

Ihr tut Gutes? Dann erzählt uns umbedingt davon!

Wir möchten natürlich auch innerhalb unseres Unternehmens Nachhaltigkeit leben. Deshalb versuchen wir in allen Bereichen die besten Lösungen zu finden. Wir nutzen Ökostrom und –gas, wir setzen in unseren Läden und im Büro auf Second Hand Läden, wickeln unsere Finanzen über die GLS Bank ab und versenden unsere Bestellungen klimaneutral mit DHL GoGreen. Wir lassen unseren Mitarbeitern viel kreativen Freiraum und legen all unsere Bereiche nach innen und außen transparent dar (mehr dazu hier).

Porträtfoto: Nora Dal Cero
Ladenfotos: Katharina Kern Photography

Author

Ich kann nicht anders: Ich bin ein Liebhaber der schönen Dinge! Und das reicht von einem guten Kaffee, über das herzliche Lachen eines Menschen, tollem Essen, gelungenen Events bis hin zu großartigen Shoppingprodukten. Dabei ist mir in den letzten Jahren immer wichtiger geworden genau hinzusehen woher die Dinge kommen, die ich kaufe. Ich wollte, dass nicht nur ich durch den Konsum profitiere. Ich wollte, dass alle etwas davon haben: Der Hersteller, der Verkäufer, die Umwelt und ich. Angefangen hat das bei mir mit dem Einkauf von Lebensmitteln. 2015 habe ich Whole Story gegründet. Hier berate ich u.a. als Ernährungstrainerin Menschen, die an ihrer Ernährung arbeiten möchten. Klar ist, dass es meist nicht nur damit getan ist besser zu essen. Trotzdem ist es ein guter und wichtiger erster Schritt. Oft kann das aber kompliziert werden und einen im Alltag überfordern. Ich möchte daher dein Guide durch den Dschungel sein. Sich und anderen Gutes tun soll leicht sein! Whole Story ist meine real food & real life propaganda für dich! Locally Inspired komplettiert mein Universum.