Interview mit HIITU | Locally Inspired
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Hinter HIITU stecken die beiden Schwestern Carlotta und Rosalie . Im Interview verraten uns die beiden warum HIITU für mehr als nur bezaubernde Produkte steht, was ihre größte Inspirationsquelle ist und mit welchen Herausforderungen sie sich konfrontiert sehen.

Erzählt uns in zwei Sätzen wer Ihr seid und was Ihr macht?

Wir sind HIITU, ein nachhaltiges Schmuck und Accessoire Label. In verschiedenen Kollaborationen mit tollen Handwerkern weltweit designen und produzieren wir kleine Kollektionen mit Herz, Kreativität und jeder Menge „good vibes“.

Was macht eure Marke und euer Produkt so einzigartig?

Wir sehen HIITU als ganzheitliches Konzept – wir stehen für Menschlichkeit, Kreativität, Hingabe, Bewusstsein & Qualität. All diese Aspekte vereinen wir in unseren Produkten und in unserer allgemeinen Kommunikation mit unseren Kunden und Followern. Wir teilen via Newslettern, Social Media und Blog Einträgen, was uns beschäftigt und gefällt. Dabei wollen wir auf humorvolle und spielerische Weise einen kreativeren und bewussteren Lebensansatz fördern, ohne uns dabei zu ernst zu nehmen.

Welcher Moment hat euch dazu gebraucht, diese Marke zu gründen? Welche Leidenschaft hat euch damals gepackt?

Carlotta hatte das Label ursprünglich während ihres Studiums gegründet und zwar als reines Schmucklabel. Ich hatte nach meiner Ausbildung als Designerin für eine Fast-Fashion Brand gearbeitet und drängte nach Veränderung. Wir wollten unsere Passion für Kreativität, Handwerk, Kultur und Nachhaltigkeit miteinander verbinden und 2015 haben wir dann beschlossen, HIITU gemeinsam als nachhaltiges Lifestyle Label aufzubauen. Wir haben Taschen, Schmuck, Brillenbänder, Wohnaccessoires, Mode und noch viele weitere Accessoires entwickelt – alles in fairen Kollaborationen mit fantastischen Handwerkern.

Welche Menschen stecken hinter eurer Marke? Wer hat die Marke gegründet? Welche Menschen arbeiten jeden Tag mit viel Leidenschaft an eurer Vision? Was macht euer Team aus?

Hinter HIITU stecken wir – Carlotta und Rosalie – als Gründerinnen. Wir sind Schwestern, Geschäftspartnerinnen und tatsächlich auch engste Freundinnen. Wir sind eine Two-Women-Show mit einer liebevollen Unterstützung für den Versand. Das ist viel zu stemmen und wir sind gerade dabei unseren Fokus als Brand noch klarer zu definieren. Wir arbeiten sehr frei und haben kein festes Büro. Carlotta wohnt gerade in Bayern, ich in Berlin und wir sind immer auf Achse. Es ist diese Freiheit, die wir an unserer Selbstständigkeit so sehr schätzen und sie hat oberste Priorität. Dementsprechend haben wir beschlossen, dass wir die Entwicklung unserer Businessstruktur daran anpassen.

Was liebst du, die Person die gerade diese Fragen beantwortet, am meisten an deinem Job bei der Marke?

Wir tun was wir lieben mit einem Partner, den wir lieben. Es ist etwas ganz Besonderes für uns, unser Business als Schwestern aufzubauen und zu führen. All diese neuen Erfahrungen gemeinsam zu machen, all die Reisen, all die neuen Eindrücke, so miteinander zu wachsen – ohne Frage, es gab in den vergangenen Jahren viele Ups und Downs, aber es war und ist die lehrreichste Zeit unseres Lebens und hat uns extrem nahe gebracht.

Was macht euch stolz?

Wir kreieren Produkte mit emotionalem Wert. In jedes Teil fließen sehr viele Liebe und positive Energie – vom Design-Prozess über die Herstellung bis hin zum Verkauf. Wir und unsere Handwerker stecken jede Menge Herzblut in unsere Kollektionen und wir glauben, das ist spürbar. Zumindest wird uns immer wieder von unseren Kunden gesagt, wie sehr sie ihre HIITU Goodies schätzen und wir haben sehr viele wiederkehrende Kunden. Das macht uns auf jeden Fall stolz.

Was inspiriert euch?

Unsere Reisen sind unsere größte Inspirationsquelle. Wir lieben es vor Ort mit den Handwerkern zu sein und die kreative Energie fließen zu lassen. Gemeinsam entwickeln wir in diesen Momenten die schönsten Produkte.

Was steckt drin in eurem Produkt?

Wir arbeiten mit natürlichen, hochwertigen und verantwortungsbewusst bezogenen Materialien, die wir versuchen weitestgehend lokal zu beziehen, um auch die lokalen Händler vor Ort zu unterstützen. Unsere Brillenbänder sind beispielsweise aus Sabra, einem typisch marokkanischen Material aus pflanzlichen Fasern, und für unsern afrikanischen Schmuck verwenden wir Messing und Keramik Perlen aus Ton, der vom Mount Kenya bezogen wird.

Wer stellt euer Produkt her?

Wir arbeiten zusammen mit einzelnen Handwerkern, kleinen Handwerksbetrieben und Fairtrade zertifizierten Manufakturen in Kenia, Marokko, Portugal und Österreich. Wir kennen unsere Produzenten alle persönlich und haben sie gemeinsam vor Ort nach sorgfältiger Recherche ausgewählt. Sie verstehen unsern konzeptuellen Ansatz, Produkte mit Herz und Seele zu kreieren – das ist uns sehr wichtig.

Was für ein Gefühl wollt Ihr bei euren Käufern auslösen, wenn sie eure Produkte stolz in den Händen halten?

Wir haben den Anspruch Produkte mit Emotion zu kreieren. Unsere Kunden sollen bei uns fündig werden, weil wir ihnen außergewöhnliches Design bieten, das gepaart ist mit einer fairen und transparenten Produktionsweise. Prinzipiell sollten wir alle einfach weniger konsumieren, aber das ist nicht immer so einfach – d.h. wenn man sich schon zwischendurch verwöhnen möchte, dann wenigstens mit etwas, das positiv behaftetet ist. Wir glauben, dass wir alle energetisch miteinander verbunden sind und aus diesem Grund steigen unsere Kunden in einen Kreislauf ein, den wir mit HIITU kreieren – den „made with good vibes“ Kreislauf ☺: wir und unsere Produzenten stecken jede Menge positive Energie ins Design und die Umsetzung unserer Produkte, die an den Kunden beim Kauf weitergeleitet werden. Dadurch bekommt unser Kunde seinerseits die Möglichkeit, diese „good vibes“ weiterzuverbreiten.

Was möchtet Ihr verändern mit eurer Marke?

Wir sind ein nachhaltiges Label und unser primärer Fokus liegt klar auf der Herstellung fair produzierter Produkte mit Charakter und eben der besonderen HIITU-Ästhetik, die Menschen eine Alternative zum Fast Fashion Markt bieten. Wir wollen außerdem traditionelles Handwerk unterstützen, leider gibt es wirklich immer weniger Kunsthandwerker die die alten Traditionen weitergeben. Diese Künste dürfen nicht aussterben und müssen für die jungen Leute durch eine neue Nachfrage mit Wertschätzung wieder attraktiver gemacht werden!
In den letzten knapp vier Jahren ist allerdings viel passiert und eigentlich ist die Frage, wie die Marke UNS verändert zwischenzeitlich deutlich brisanter für uns geworden. Ein Business aufzubauen ist eine Herausforderung auf vielen Ebenen und wir haben uns seit den Anfängen von HIITU als Menschen stark weiterentwickelt und sind miteinander gewachsen. Diesen Frühling haben wir eine kleine Auszeit von HIITU und „uns“ genommen, um zu schauen, wie es weitergehen soll. Wir sind beide zum Ergebnis gekommen, dass wir unser Label lieben, aber um weiter mit Herzblut daran arbeiten zu können, müssen wir einige Dinge umstrukturieren und wir wollen beruflich auch zusätzliche neue Wege einschlagen, die nichts mit HIITU zu tun haben. Es war notwendig für uns, Abstand zu unserm Baby aufzubauen, um das zu erkennen. Wenn ihr uns also jetzt fragt, was wir unseren Mitmenschen aufgrund der Erfahrungen aus dem Aufbau unserer Marke mit auf den Weg geben wollen, ist es regelmäßig innezuhalten, keine Angst vor Veränderung zu haben und beweglich zu bleiben.

Wie geht es weiter bzw. was sind eure nächsten tollen Pläne?

Wie schon erwähnt, sind wir damit beschäftigt, uns noch mehr zu professionalisieren, zu spezialisieren und uns auch Freiraum für andere Projekte neben HIITU zu schaffen. Wir haben beschlossen, unseren Fokus aufgrund dessen in Zukunft verstärkt auf Schmuck und Brillenbänder zu legen. Demnächst gehen wir dann auch wieder auf Reisen, um neue Produkte zu entwickeln. Lasst Euch überraschen ☺

Author

Ich kann nicht anders: Ich bin ein Liebhaber der schönen Dinge! Und das reicht von einem guten Kaffee, über das herzliche Lachen eines Menschen, tollem Essen, gelungenen Events bis hin zu großartigen Shoppingprodukten. Dabei ist mir in den letzten Jahren immer wichtiger geworden genau hinzusehen woher die Dinge kommen, die ich kaufe. Ich wollte, dass nicht nur ich durch den Konsum profitiere. Ich wollte, dass alle etwas davon haben: Der Hersteller, der Verkäufer, die Umwelt und ich. Angefangen hat das bei mir mit dem Einkauf von Lebensmitteln. 2015 habe ich Whole Story gegründet. Hier berate ich u.a. als Ernährungstrainerin Menschen, die an ihrer Ernährung arbeiten möchten. Klar ist, dass es meist nicht nur damit getan ist besser zu essen. Trotzdem ist es ein guter und wichtiger erster Schritt. Oft kann das aber kompliziert werden und einen im Alltag überfordern. Ich möchte daher dein Guide durch den Dschungel sein. Sich und anderen Gutes tun soll leicht sein! Whole Story ist meine real food & real life propaganda für dich! Locally Inspired komplettiert mein Universum.