Interview mit Kombuco Fizz | Locally Inspired
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Sophia und Andreas haben sich auf dem Münchner Oktoberfest kennen- und lieben gelernt. Mit Kombuco Fizz haben sie sich einen Traum erfüllt: Einer gemeinsamen Leidenschaft zusammen nachzugehen und zur (eigenen) Chefsache zu erklären. 
Im Interview erfahrt ihr warum die beiden überhaupt Algentee brauen, welche genialen Eigenschaften das traditionell japanische Getränk hat und welche Rolle der Gedanke der Gemeinwohlökonomie spielt.

Erzählt uns in zwei Sätzen wer Ihr seid und was Ihr macht?

Ganz einfach: Sophia und Andreas, auf der Wiesn kennen gelernt, geheiratet, zwei Kinder und heute leidenschaftliche Kombucha-Brauer. Kombucha ist unsere Passion für die wir beide die sicheren Jobs hingeworfen haben um uns voll auf unser 2019 gegründetes Familienunternehmen zu konzentrieren.

Was macht eure Marke und euer Produkt so einzigartig?

Unser Kombucha ist lebendig. Wir pasteurisieren also nicht, um Kombucha zu lassen was es ist: ein von vielen Kulturkreisen geschätztes Getränk, dem gesundheitliche Mehrwerte nachgesagt werden. Zudem haben wir eine einzigartige Rezeptur: Die Kombination von grünem Tee mit schwarzen und Jasmin Tee machen unseren Kombucha zu einer köstlichen Erfrischung mit eigenem Charakter.

Welcher Moment hat euch dazu gebraucht, diese Marke zu gründen?

Wir waren lange auf der Suche nach einer Geschäftsidee, die wir zusammen realisieren können und in der wir uns gut ergänzen. Viel haben wir ausprobiert und dabei das für uns offensichtliche übersehen: Kombucha. Den trinken wir beide schon lange und unabhängig voneinander. Nur eben immer selbst gemachten auf Mutters Kühlschrank. Und der hat mehr nach gesund geschmeckt als nach köstlich. Das haben wir geändert: Heute schmeckt er. Und zwar wie!

Welche Leidenschaft hat euch damals gepackt?

Ein eigenes Produkt zu kreieren, das sinnvoll ist und auch noch schmeckt. Das ist unsere Leidenschaft geworden.

Welche Menschen stecken hinter eurer Marke? Wer hat die Marke gegründet? Welche Menschen arbeitet jeden Tag mit viel Leidenschaft an euer Vision? Was macht euer Team aus?

Kombuco wurde gegründet von Sophia und Andreas. Dazu hilft die ganze Familie unsere Kombucha Vision nach vorne zu bringen. Das ist nicht immer ganz einfach, da wir am Anfang alle keine Ahnung hatten was wir da treiben. Ohne der gemeinsamen Leidenschaft am Kombucha hätte der ein oder andere uns wahrscheinlich schon den Vogel gezeigt. Besonders hart sind die Tage an denen Abgefüllt wird. Hier zählt jeder Helfer. Immerhin kommen wir stückweise aus dem Improvisieren heraus.

Was liebst du, die Person die gerade diese Fragen beantwortet, am meisten an deinem Job bei der Marke?

Früher habe ich mit großen Firmen gearbeitet. Da geht es eher konservativ zu. Heute arbeite ich mit einem Produkt auf das ich stolz bin, das den Leuten gut schmeckt und mit arbeite Menschen mit denen es Freude macht. Klar ist es stressig aber alle denken an das gemeinsame Vorankommen und jedem ist bewusst, dass es gemeinsam besser gelingt. Und dabei bleibt der Spaß nicht auf der Strecke.
Kombuco ist ein Gemeinschaftsprojekt. Angefangen bei unserem großartigen Designer Jo bis hin zu unserer lieben Oma, die uns die Kinder abnimmt wenns brennt, oder auch mal die Flaschen etikettiert.

Was macht euch stolz?

Unser Produkt und unsere Familie

Was inspiriert euch?

Die Möglichkeit jeden Tag einen Beitrag leisten zu können, aus dieser Welt eine (noch) bessere zu machen. Meckern hilft nicht – machen schon.
Da das zwar schön und gut ist, aber nicht immer ganz einfach ist, gibt es noch etwas was uns inspiriert: Weitermachen.

Was steckt drin in eurem Produkt?

Natur und die in Bio. Die Zutatenliste kann in der Regel an einer Hand abgezählt werden und kommt so irgendwie möglich aus der näheren Umgebung. Das ist bei Tee zugegebener Maßen nicht ganz einfach. Aber bei Zucker, Flaschen, Etiketten und Strom schon.

Wer stellt euer Produkt her?

Wir. Ehrensache.

Was ist euch wichtig bei der Herstellung?

Unseren Kombucha lebendig und damit unpasteurisiert halten. Das ist nicht ganz einfach, da wir damit komplett gegen die Erwartung von Handel und Gastronomie gehen: Es ist für viele normal geworden, dass Lebensmittel ewig haltbar sind und nicht gekühlt werden müssen. Die wenigsten denken darüber nach, warum der Karotten-/ Apfel- oder Orangensaft im Supermarkt nicht gekühlt werden muss, obwohl der in der eigenen Küche hergestellte Saft schon nach wenigen Stunden die Farbe verändert und nach Tagen anfängt zu gären. Die Antwort lautet: 98% aller Fruchtsäfte sind pasteurisiert und damit ernährungstechnisch nahezu uninteressant. Gekühlte Smoothies sind hier zum Teil Vorreiter für unpasteurisierte und damit wirklich wertvolle Lebensmittel.

Was möchtet Ihr verändern mit eurer Marke?

Kombucha ist das funktionale Getränk schlechthin. Es adressiert ein stark wachsendes Bedürfnis nach Lebensmittel, die nicht nur Durst löschen bzw. satt machen, sondern uns mit wichtigen Dingen versorgen: Vitamine sind schon selbstverständlich. Mineralien auch. Funktional sind aber auch Enzyme und Mikronährstoffe die z.B. unsere Darmflora fördern. Elementar ist dabei aber nicht etwa die Konzentration der einzelnen Bestandteile sondern die Fähigkeit diese aufzunehmen. Hier schlägt Kombucha aus unserer Sicht alle am Markt erhältlichen Getränke.
Den Markt wollen wir insofern verändern, dass Kombucha den Stellenwert in unser Ernährung erhält, den er verdient: Raus mit dem Schatz aus der Öko-Ecke und rauf auf den Tisch eines jeden bewussten Genussmenschen.

Was treibt euch an weiterzumachen?

Glückliche Kunden.

Was für ein Gefühl wollt Ihr bei euren Käufern auslösen, wenn sie euer Produkte stolz in den Händen halten?

Irgendetwas zwischen der erfrischenden Apfelschorle nach einem harten Gipfelaufstieg und dem kühlen Caipirinha nach einem ausgiebigen Strandspaziergang an der heißen Copacabana. Das wäre schon ganz gut.

Erzähle eine Anekdote, eine Kundengeschichte oder eine Situation die euch glücklich gemacht hat und wo ihr wusstest – genau das ist der Grund warum wir das hier machen.

Da sind wir durch Zufall reingerutscht. Ein Abendevent bei einem der Top-Managementberatungshäuser: Wir hatten ein großes Fass Kombucha dabei, das auch locker für zwei Tage Verköstigung auf einer Messe gereicht hätte. Am jenem Abend wurde das Fass zu unser völligen Überraschung komplett leer getrunken. Damit hatten wir nicht gerechnet. Und noch besser: Als ich dort an dem Abend unseren Stand abgebaut habe, standen viele leere Gläser im Raum. So wie das in einer belebten Bar auch ist, wenn das Licht in den frühen Morgenstunden angeht. Und jetzt kommt es: Alle Gläser waren leer. In keinem einzigen Glas wurde unachtsam ein Schlückchen Kombucha übriggelassen. Das war so ziemlich das coolste Kompliment von einer echt großen Gruppe.

Ihr tut Gutes? Dann erzählt uns umbedingt davon!
Unterstützt ihr soziale Projekte? Macht Ihr gemeinsame Sache mit anderen lokalen Marken, um euch gegenseitig zu unterstützen? Habt Ihr besondere Projekte gemacht, auf die Ihr stolz seid? Achtet Ihr bei eurer Produktion auf Bio, Handgemacht, made in Germany o.ä.? Sind eure Mitarbeiter euer höchstes Gut und ihr achtet besonders auf eine faire Bezahlung oder einen guten Teamspirit?
Alles was euch als Marke besonders macht, erzählt uns davon!

Bio. Handgemacht. Eh klar. Mit ein Treiber ein eigenes Unternehmen aufzubauen ist der Gedanke der Gemeinwohlökonomie: Ein Unternehmen zu schaffen, das Sinn gibt, das Ressourcen, Menschen, Mitarbeiter und Lieferanten wertschätzt, das gesellschaftliche Verantwortung trägt und für das alle morgens gerne aufstehen.

Wie geht es weiter bzw. was sind eure nächsten tollen Pläne?

Unsere Produktion auszubauen ist die nächste große Hürde. Aktuell produzieren wir im Institut für Lebensmitteltechnik in Weihenstephan. Das ist ein tolles Angebot der Hochschule. Nur für uns jeden Tag weit zu fahren (Carbon-Footprint…) und räumlich auch stark limitiert.
Dazu müssen wir unser Team ausbauen. Im Augenblick liegt alles in wenigen Händen und das ist zu anstrengend auf die Dauer.

Author

Ich kann nicht anders: Ich bin ein Liebhaber der schönen Dinge! Und das reicht von einem guten Kaffee, über das herzliche Lachen eines Menschen, tollem Essen, gelungenen Events bis hin zu großartigen Shoppingprodukten. Dabei ist mir in den letzten Jahren immer wichtiger geworden genau hinzusehen woher die Dinge kommen, die ich kaufe. Ich wollte, dass nicht nur ich durch den Konsum profitiere. Ich wollte, dass alle etwas davon haben: Der Hersteller, der Verkäufer, die Umwelt und ich. Angefangen hat das bei mir mit dem Einkauf von Lebensmitteln. 2015 habe ich Whole Story gegründet. Hier berate ich u.a. als Ernährungstrainerin Menschen, die an ihrer Ernährung arbeiten möchten. Klar ist, dass es meist nicht nur damit getan ist besser zu essen. Trotzdem ist es ein guter und wichtiger erster Schritt. Oft kann das aber kompliziert werden und einen im Alltag überfordern. Ich möchte daher dein Guide durch den Dschungel sein. Sich und anderen Gutes tun soll leicht sein! Whole Story ist meine real food & real life propaganda für dich! Locally Inspired komplettiert mein Universum.