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Im Interview mit Melanie, Gründerin von U are OK und Mama eines Sohnes, könnt ihr lesen, warum es für sie so wichtig ist mit U are OK eine wichtige Message zu transportieren, wie auch Kosmetik die Erwachsenen von morgen positiv beeinflussen kann und was im ersten Fanbrief stand.

Erzählt uns in zwei Sätzen wer Ihr seid und was Ihr macht?

Wir sind U are OK. Ein junges, veganes Label für Naturkosmetik aus Hamburg.

Was macht eure Marke und euer Produkt so einzigartig?

Die Idee von U are OK ist im Grunde ganz einfach: Natürlichkeit muss nicht bei der Körperpflege aufhören. Natürlichkeit kann auch generell eine sehr gesunde Lebenseinstellung sein. Und die ist in unserer zunehmend digitalisierten und von Smartphones regierten Zeit gar nicht mehr selbstverständlich.
Junge Menschen werden in einer maximal beschleunigten digitalen Welt erwachsen, die scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten bietet. Da ist es noch viel schwieriger, herauszufinden wer man wirklich ist: Muss mein Leben eine Aneinanderreihung perfekter Selfie-Momente sein? Wird mein Selbstwertgefühl in Social-Media-Likes gemessen? Solche Fragen haben junge Menschen früher nicht belastet.
U are OK möchte hier etwas Orientierung und Entspannung liefern.  Jede unserer Verpackungen hat eine individuelle Botschaft auf der Rückseite. Da, wo sonst nur die Inhaltsstoffe stehen. Zum Beispiel: „#BeYourselfNotYourSelfie“ oder „#NatürlichStehtDirAmBesten“. Und dazu dann inspirierende Texte. Auf Instagram und auf unserer Website mit Blog geht es ebenfalls immer wieder darum, wie man vielleicht natürlicher und damit besser durchs Leben kommt.

Welcher Moment hat euch dazu gebraucht, diese Marke zu gründen?  Welche Leidenschaft hat euch damals gepackt?

Gerade junge Menschen verfolgen heute immer häufiger einen veganen oder vegetarischen Lebensstil. Aber wenn man sich den Markt der naturkosmetischen Pflegeprodukte anschaut, merkt man schnell: Für die junge Generation gibt es da nicht viel.
Ich habe einen mittlerweile drei Jahre alten Sohn und dadurch ist mir aufgefallen, dass es recht viele Naturkosmetik-Produkte für Babys und Kleinkinder gibt. Und dann wieder viele tolle und etablierte Marken, die eher für Verwender ab Mitte 30 interessant sind. Auch was die Preise betrifft.

Welche Menschen stecken hinter eurer Marke? Wer hat die Marke gegründet? Welche Menschen arbeitet jeden Tag mit viel Leidenschaft an euer Vision? Was macht euer Team aus?

Ich (Melanie) hatte schon immer den Wunsch, eine eigenes Herzensprojekt zu finden und zu meiner Hauptbeschäftigung zu machen. Ich glaube, es gibt kaum etwas Erfüllenderes, als sich jeden Tag mit einer Sache zu beschäftigen, an die man glaubt. Ich wollte aber gleichzeitig nicht nur irgendein Produkt erfinden, das mir Spaß macht. Sondern eine Marke, die Sinn stiftet und vielleicht irgendwie einen positiven Effekt in der Gesellschaft hat.

Was liebst du, die Person die gerade diese Fragen beantwortet, am meisten an deinem Job bei der Marke?

Ich (wieder Melanie) habe viele Jahre in der Werbe- und Kommunikationsbranche gearbeitet, und ich fand es spannend und auch in gewisser Weise verpflichtend, meine Fähigkeiten für eine positive Sache einzusetzen. Auch wenn das bedeutet, dass ich in vielen Bereichen, z.B. in der Produktentwicklung, erst mal wieder als Praktikant anfangen musste.

Was macht euch stolz?

Nach unserem Marktstart im September 2017 haben wir unser Konzept und die Produkte im Februar auf der Biofach Vivaness (der Weltleitmesse für nachhaltigen Lebensstil) einem breiten Fachpublikum präsentiert und unglaublich viel Zuspruch erhalten.  Es ist natürlich toll zu sehen, dass es für ein Konzept, das wir als Branchenneulinge erarbeitet haben, tatsächlich einen Markt gibt und das motiviert uns natürlich sehr jetzt genau so weiterzumachen.

Wer stellt euer Produkt her?

Eine der größten Herausforderung war die Suche nach dem richtigen Partner für die Produktentwicklung. Unser Anspruch war sehr hoch: Wir wollten absolut hochwertige Naturkosmetik zu einem bezahlbaren Preis produzieren. Noch dazu hatten wir davor wenig Berührungspunkte mit der Kosmetikindustrie und kannten die Abläufe nicht genau. Während unserer Recherche haben wir bei jedem Gespräch mit möglichen Produzenten etwas dazugelernt. Und am Ende ein wirklich tolles Labor in München gefunden, bei dem sowohl menschlich als auch fachlich alles stimmte. Gemeinsam haben wir dann die Rezepturen für U are OK genau nach unseren Vorstellungen entwickelt.

Was ist euch wichtig bei der Herstellung?

Ein natürliches Selbstbewusstsein zu haben und gleichzeitig ein Verantwortungsgefühl für Tiere und Umwelt zu pflegen, sind beides wichtige Botschaften der Marke U are OK. Selbstverständlich müssen unsere Produkte dann auch 100% vegan sein. Grundsätzlich haben wir uns bei der Entwicklung aller Rezepturen an die Vorgaben des internationalen COSMOS Standard gehalten, so dass einer späteren Zertifizierung der Produkte nichts im Weg steht.

Was möchtet Ihr verändern mit eurer Marke?

Wir möchten einer jungen Generation mehr Vertrauen in die eigene Natürlichkeit geben, ohne sich zu verbiegen. Denn gelassen seinen Weg zu gehen macht viel mehr Spaß, als den Likes der anderen nachzurennen.

Erzähle eine Anekdote, eine Kundengeschichte oder eine Situation die euch glücklich gemacht hat und wo ihr wusstest – genau das ist der Grund warum wir das hier machen.

Unsere erste Fanpost (ein physischer Brief) haben wir von einem Mädchen aus der Nachbarschaft bekommen, der wir unsere Produkte zum Test geschenkt hatten. Sie hat sich unsere Texte ganz genau durchgelesen und meinte nach ein paar Tagen: „Mama, das steht, das ich ok bin, so wie ich bin und dass ich mich für andere nicht so verbiegen soll..“ Und dann hat sie ihr Handy weggelegt und den ganzen Nachmittag mit Ihren Geschwistern gespielt ohne sich vom Smartphone ablenken zu lassen. 

Danke Melanie! Was für ein schönes Interview und eine tolle Marke!

Author

Ich kann nicht anders: Ich bin ein Liebhaber der schönen Dinge! Und das reicht von einem guten Kaffee, über das herzliche Lachen eines Menschen, tollem Essen, gelungenen Events bis hin zu großartigen Shoppingprodukten. Dabei ist mir in den letzten Jahren immer wichtiger geworden genau hinzusehen woher die Dinge kommen, die ich kaufe. Ich wollte, dass nicht nur ich durch den Konsum profitiere. Ich wollte, dass alle etwas davon haben: Der Hersteller, der Verkäufer, die Umwelt und ich. Angefangen hat das bei mir mit dem Einkauf von Lebensmitteln. 2015 habe ich Whole Story gegründet. Hier berate ich u.a. als Ernährungstrainerin Menschen, die an ihrer Ernährung arbeiten möchten. Klar ist, dass es meist nicht nur damit getan ist besser zu essen. Trotzdem ist es ein guter und wichtiger erster Schritt. Oft kann das aber kompliziert werden und einen im Alltag überfordern. Ich möchte daher dein Guide durch den Dschungel sein. Sich und anderen Gutes tun soll leicht sein! Whole Story ist meine real food & real life propaganda für dich! Locally Inspired komplettiert mein Universum.