Locally Inspired

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& brands that care!

Im Studio von Herr & Frau Rio im schönen Münchner Westend wird bei unserem Besuch ganz schnell klar: Hier ist Leidenschaft am Werk. Zwei kreative Köpfe, Laura Sich und Sascha Wellm, die sich bereits vom gemeinsamen Kommunikationsdesign-Studium an der Hochschule München kennen, haben sich mit ihrem Studio einen Traum verwirklicht: Ein Risographiestudio! Was abgefahren klingt, ist es auch. Und vor allem: ganz besonders. Besonders fein, besonders liebevoll, besonders nachhaltig. Jedes Detail ist durchdacht – das merkt man ihren Produkten an. Wie es dazu kam, den Schritt zum eigenen Risographen zu wagen (und was das eigentlich mit Nachhaltigkeit zu tun hat) haben Laura und Sascha uns erzählt…

Wer seid ihr und was macht ihr, wo?

Wir sind Herr & Frau Rio – Laura Sirch & Sascha Wellm – das Münchner Risographiestudio. Mit unserer dem Siebdruck ähnlichen Druckmaschine drucken wir auf ökologische Weise mit tollen Farben auf feinstes Papier. Wir drucken nicht nur für Kunden, sondern veranstalten auch spaßige und lehrreiche Workshops, stellen eigene schöne Papeterieprodukte her und verlegen Publikationen.

Was wolltet ihr eigentlich mal werden als ihr klein wart und warum bloß?

Groß. Aber manchmal wären wir doch ganz froh, wieder den ganzen Tag auf dem Spielplatz abhängen zu dürfen…

Was mögt ihr an eurer Arbeit bzw. was macht sie besonders?

Dass sie so abwechslungsreich ist! Mit jedem Kunden kommt eine neue Persönlichkeit, ein neues Projekt mit neuen Herausforderungen.
Außerdem können wir uns in unseren eigenen Produkten völlig kreativ austoben – dadurch dass hier sehr viel in Manufaktur hergestellt wird, ist das Verhältnis zwischen Arbeiten am Computer und Arbeit mit den Händen sehr ausgeglichen.

.. und was überhaupt nicht?


Das, was wir auch meistens lieben, ärgert uns manchmal sehr: Unsere Maschine, der Risograph, scheint ein Eigenleben zu führen und ab und zu fällt es uns schwer, ihm keine Boshaftigkeit zu unterstellen… Auch unser geliebter Werkstoff Papier ist eigenwillig und fordert uns von Zeit zu Zeit sehr heraus – ein echtes Naturmaterial eben. Aber dennoch haben wir große Freude daran, die Herausforderungen zu meistern und sind am Schluss umso glücklicher über ein tolles Ergebnis.

Was ist euer wichtigstes Arbeitsutensil?


Definitiv unser Lineal!

Was ist das Schönste an eurem Arbeitsplatz? (Z.B. Objekt? Designstück? Krims Krams? Kollege/Kollegin)


Der Blick aus unserem Schaufenster ins schöne Münchener Westend, unsere Gitterwand, die für Ordnung sorgt, und natürlich mit seiner bestechenden inneren Schönheit: unser Risograph.

Woher bekommt ihr eure Ideen? Was inspiriert euch?


Meistens sind es die Sachen, die wir selber gerne hätten oder brauchen – so manches schafft es dann in Serie zu gehen, so wie unsere Ledereinbände mit Notizbüchern und Kalender.

Was ist in den letzten Monaten mal so richtig schief gelaufen?


Es gab da einen kleinen Unfall, bei dem wir beim Druck einer Publikation einen riesigen Stapel zu viel von einem Druckbogen produziert haben. Zum Glück war da nur ein gelber Verlauf drauf – seitdem haben wir wunderschönes Briefpapier mit einem gelben Streifen!

Was ist euer nächstes Ziel? Welche Projekte stehen an?


Es steht auf jeden Fall bald mal wieder eine Edition Rio ins Haus, das sind von uns kuratierte Publikationen, die in Kooperation mit anderen Kreativen entstehen und von uns produziert und verlegt werden. Die erste Edition war eine wunderschöne Kollaboration mit 39 Gestaltern, die alle eine Illustration zum Thema Gold beigesteuert haben; das hat uns viel Freude bereitet, deshalb würden wir dort gerne wieder anknüpfen.

Was entgegnet ihr Menschen, die laut „Print ist doch tot“ sagen?


Den Satz haben wir schon länger nicht mehr gehört. Das Bewusstsein für und das Bedürfnis nach hochwertigen Printprodukten scheint wieder gestiegen zu sein – alles funktioniert eben doch nicht digital. Oder wann hast Du das letzte mal gehört:  „Oh wie schön, da hab ich neulich eine ganz tolle Hochzeitseinladung per Mail bekommen!“?
Auch schöne Publikationen bekommen oftmals erst gedruckt die Wertigkeit und Materialität, die sie für ein volles sinnliches Erlebnis benötigen.
Man sollte allerdings tatsächlich vorher nachdenken, ob es die Ressourcen wert ist, etwas zu drucken.

Was ihr der Welt schon immer mal sagen wolltet:


Wir sind immer offen für Kooperationen – Ellenbogengesellschaft finden wir blöd.

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Weniger kaufen, aber dafür gleich was Gscheids - dass wär' doch was... ist aber oft leider gar nicht so einfach! Ich hab' mir in der Vergangenheit schwer damit getan, bei den Dingen, die ich haben wollte, eine Version zu finden, die schön und gut ist. Daher bin ich bei Locally Inspired dabei. Hier machen wir uns gemeinsam auf den Weg zu nachhaltigem Konsum - und stellen uns all den Fragen, die uns auf diesem Weg begegnen. Um an Ende wieder mit echtem Vergnügen statt schlechtem Gewissen zu shoppen!