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Interview mit Katrin von Photocircle
Katrin verrät dir, warum Photocircle die Kunstwelt revolutioniert hat, ihnen der Kreislauf von Geben und Nehmen so wichtig ist und wie es ihr Team geschafft hat Kinderaugen zum Strahlen zu bringen.

Erzählt uns in zwei Sätzen wer Ihr seid und was Ihr macht?

Photocircle und seine Künstler*innen unterstützen für jedes verkaufte Wandbild ein humanitäres oder Entwicklungsprojekt in der Region, in der das jeweilige Bild entstanden ist, mit bis zu 50% des Erlöses. So geben wir den Menschen und Ländern etwas zurück, die unsere Bilder zu etwas Einzigartigem machen.

Was macht eure Marke und euer Produkt so einzigartig?

Unsere Kunstwerke machen nicht nur Deine Wände glücklich: Über den Verkauf von Wandbildern, Kalendern und Postkarten haben wir bislang Initiativen in mehr als 40 Ländern unterstützt und so fast 70 soziale Projekte finanziert. Das sind mehr als 40.000 € in Spenden an unsere über 40 Partner-NGOs auf allen Kontinenten.

Welcher Moment hat euch dazu gebraucht, diese Marke zu gründen? Welche Leidenschaft hat euch damals gepackt?

Photocircle Gründer Thomas hat an der FU Berlin und der Universidad Salamanca BWL studiert. Nach dem Studium arbeitete er bei der Vamos Adelante Foundation in Guatemala bevor es ihn für eine kurze Zeit in eine Unternehmensberatung verschlagen hat. Die Arbeit dort hat ihn nicht erfüllt und so hat er sich auf eine längere Reise nach Südostasien gemacht, wo er auf die Idee kam, Photocircle zu gründen. Im Anschluss an diese viermonatige Reise beschäftigte er sich nämlich als begeisterter Hobbyfotograf erstmalig mit dem bestehenden Angebot an Online-Fotoplattformen – und war unzufrieden. Der Gedanke, mit dem Verkauf seiner Bilder Geld zu verdienen, ohne dass die Menschen auf seinen Fotos davon profitierten, erzeugte bei ihm Unwohlsein. Er hatte nämlich das Bedürfnis, den Ländern und Menschen, die er kennen und lieben gelernt hatte, etwas zurückzugeben. Die Idee von Photocircle war geboren.

Welche Menschen stecken hinter eurer Marke? Wer hat die Marke gegründet? Welche Menschen arbeitet jeden Tag mit viel Leidenschaft an euer Vision? Was macht euer Team aus?

Ein typischer Photocircler ist vielseitig: Wir sind eine Handvoll Menschen mit Dutzenden von Rollen – Geschäftsführer, Marketing-Pro und Zahlenkönig; Grafikdesignerin und Zauberkünstlerin im Bereich der Fotobearbeitung; Front-End-Held und Experte für sämtliche Back-End-Fragen; Sprachrohr und Non-Profit-Fee; Kuratorin und Talentjägerin… Aber eines verbindet uns alle: unsere Vision von einem Ort, an dem wir die Schönheit der Kunst mit der Schönheit des Gebens verbinden können. Neben Gründer Thomas Heinrich gibt es bei Photocircle noch:
Francesco Laddomada. Er ist Mitgründer und hat in Cagliari (Sardinien) Informatik studiert. Er ist begeisterter Fotograf und spricht darüber hinaus acht Sprachen: Italienisch, Englisch, Deutsch, PHP, Javascript, MySQL, XHTML und CSS. Francesco ist als eines von acht Geschwistern ein sehr geselliger Zeitgenosse und verbringt seine Freizeit am Liebsten mit langen Abendessen mit Freunden. Er liebt außerdem alles, was kreativ ist – mit der Ausnahme von Pizza Hawaii.
Carlo Trimarchi  – CTO bei Photocircle. Carlo erblickte in Messina (Sizilien) das Licht der Welt und studierte Informatik an der Universität Bologna. Er spricht mindestens genauso viele Sprachen wie Francesco und wenn er nicht gerade Codes für Photocircle austüftelt, bastelt er an seiner anderen Leidenschaft: Web Comics.
Katrin Strohmaier, das bin ich, ich bin die Leiterin für Kommunikation. Eine Frau der großen Worte. Ich habe Kommunikation und Politik in Berlin studiert und mich dann dem Nahen Osten näher zugewandt – zunächst daselbst und später an der Londoner School of Oriental and African Studies. Meine Brötchen habe ich im Laufe der Jahre mit Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit für NGOs verdient – und das Geld dann wieder für Reisen, Yoga und Burger ausgegeben.
Angela Ania Capillo ist unsere Chefdesignerin. Ania begann im Alter von drei Jahren zu zeichnen (mehr oder weniger wie alle anderen auch) und hat dann einfach nie wieder damit aufgehört. Nach dem Studium der Bildenden Künste in Reggio Calabria, Kunsterziehung in Mailand und Museologie in Rom, entschied sie sich nach Berlin zu ziehen und sich dort von vegetarischem Döner, Netflix und Schornsteinfegern inspirieren zu lassen.
Und dann ist da noch Rosa De Salvo, unsere Kuratorin. Rosa hat Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste in Reggio Calabria und dann Ausstellungswesen am IED in Rom studiert. Seitdem hat sie freiberuflich für mehrere zeitgenössische Kunstgalerien, die brasilianische Botschaft und den Fondo Ambiente (Stiftung für Denkmalpflege und Naturschutz) in Rom gearbeitet. Wahnsinnig neugierig und stets mit einer Frage auf den Lippen ist sie allzeit auf der Suche nach Schönheit.

Was liebst du, die Person die gerade diese Fragen beantwortet, am meisten an deinem Job bei der Marke?

Ganz, ganz vieles ☺ Ich liebe es, einem Job mit Sinn nachzugehen, über den ich anderen Gutes tun und bei dem ich sehr kreativ sein kann. Es ist außerdem wirklich schön, ausschließlich mit tollen Menschen zu arbeiten, die etwas bewegen wollen und die man gerne jeden Tag aufs Neue um sich hat. Und es ist für mich wesentlich, nicht in einem Corporate-Uhrwerk festzustecken, sondern bei einem Unternehmen zu arbeiten, in dem es wichtig ist, dass der Mensch Mensch bleibt – und deswegen reist, sich Auszeiten gönnt und seine Arbeit generell so erledigt, wie es zu ihm passt. (Katrin)

Was macht euch stolz?

Die vielen unterschiedlichen Projekte, die wir bereits finanziert haben! Die tollen Künstler*innen aus aller Welt, die wunderschöne und besondere Bilder über uns verkaufen! Die unzähligen zufriedenen Kund*innen, von denen wir im Laufe der Jahre enthusiastisches Feedback bekommen haben!

Was steckt drin in eurem Produkt?

Liebevolle und sorgfältige Auswahl, super Qualität zu fairen Preisen, viele tolle Geschichten, Karmapunkte ohne Ende. [Und was steckt nicht drin? Teure Marketing-Kampagnen und hohe Profitspannen]

Was möchtet Ihr verändern mit eurer Marke?

Undurchdachten (und dadurch oftmals unethischen) Massenkonsum: Viel zu oft lassen wir die Subjekte hinter unseren Konsumgütern bei unseren Kaufentscheidungen völlig außen vor. Es gibt zwar nachhaltige Alternativen für viele Produkte – Textilien, Elektronik, Nahrungsmittel. Kunst jedoch zählte vor Photocircle nicht dazu. Wir ändern das! Zurückzugeben ist wichtiger Bestandteil unserer Philosophie. Deshalb möchten wir einen nachhaltigen und geschlossenen Kreislauf von Geben und Nehmen schaffen: Unsere Kunden unterstützen Photocircle, damit wir die Menschen hinter unseren Fotos unterstützen können. Dabei wollen wir auch mit dem Vorurteil aufräumen, ethische Kaufentscheidungen zu treffen müsse man sich leisten können – denn Konsumgüter mit ethischem Mehrwert dürfen nicht zu Statussymbolen gemacht werden. Da sowohl unsere Künstler als auch Photocircle selbst auf Teile des Erlöses verzichten, können wir bei hoher Produktqualität gleichzeitig sehr faire Preise anbieten.

Erzähle eine Anekdote, eine Kundengeschichte oder eine Situation die euch glücklich gemacht hat und wo ihr wusstet – genau das ist der Grund warum wir das hier machen.

Eines unserer finanzierten Projekte mit der Berliner Bürgerinitiative Moabit Hilft! drehte sich um die etwa 50 Kinder, die damals in der Notunterkunft für Geflüchtete in Alt-Moabit wohnten. Da sie außer einem von der Initiative eingerichteten Spiel- und Lernzimmer kaum Abwechslung erlebten und um ein wenig Farbenfreude in den Alltag der jüngsten Heimbewohner zu bringen, hatten Photocircle und Moabit Hilft! damals gemeinsam einen Zoobesuch organisiert. Zu sehen, wie sehr sich die Kinder über den Besuch bei Elefant, Giraffe und Co. freuten war eine der unmittelbarsten Bestätigungen für uns bis hierhin. Hier gibt’s ein paar Bilder von dem Spektakel zu sehen.

Was sind eure absoluten Lieblingsmarken die man kennen und supporten muss? Gerne Marken aus deiner Heimatstadt, von deinen Locals und Freunden oder Marken die den Konsum nachhaltig verändern wollen.

Zum Beispiel LUNA designs (gibt’s in unserer Berliner Galerie zu kaufen)
Dem Upcycling-Unternehmen LUNA Designs aus Kapstadt, Südafrika, geht es um Nachhaltigkeit und sozialen sowie ökologischen Wandel. LUNA Designs stellt seit 1996 Bilder- und Fotorahmen aus recyceltem Holz her: Zwei Jahre nach dem Ende der Apartheid gründeten die beiden südafrikanischen Brüder Mark und Brian Fanner die LUNA Design Company in Kapstadt. Dabei ging und geht es ihnen neben ökologischer auch um soziale Nachhaltigkeit: Den Holzsammlern – Arbeits- und Obdachlosen aus Kapstadt und Umgebung – verhelfen sie so zu einem geregelten Einkommen und mehr sozialer Sicherheit.

Author

Ich kann nicht anders: Ich bin ein Liebhaber der schönen Dinge! Und das reicht von einem guten Kaffee, über das herzliche Lachen eines Menschen, tollem Essen, gelungenen Events bis hin zu großartigen Shoppingprodukten. Dabei ist mir in den letzten Jahren immer wichtiger geworden genau hinzusehen woher die Dinge kommen, die ich kaufe. Ich wollte, dass nicht nur ich durch den Konsum profitiere. Ich wollte, dass alle etwas davon haben: Der Hersteller, der Verkäufer, die Umwelt und ich. Angefangen hat das bei mir mit dem Einkauf von Lebensmitteln. 2015 habe ich Whole Story gegründet. Hier berate ich u.a. als Ernährungstrainerin Menschen, die an ihrer Ernährung arbeiten möchten. Klar ist, dass es meist nicht nur damit getan ist besser zu essen. Trotzdem ist es ein guter und wichtiger erster Schritt. Oft kann das aber kompliziert werden und einen im Alltag überfordern. Ich möchte daher dein Guide durch den Dschungel sein. Sich und anderen Gutes tun soll leicht sein! Whole Story ist meine real food & real life propaganda für dich! Locally Inspired komplettiert mein Universum.